Pachydactylus rangei (Namib-Wüstengecko)

 

Steckbrief

Größe: 12-14 cm

Verbreitung: Wüste Namib in Angola, Namibia und Südafrika.

Lebensraum: Vegetations- und strukturarme Sanddünen mit einer Höhe von bis zu 300 m.

Lebensweise: Nachtaktiv, schnell in seinen Bewegungen, aufmerksam.

Ernährung: Gliedertiere aller Art.

Gefährdung/Schutz: Ungefährdet (Least Concern).

Quellen:

Arth, S. & S. Baus (2012): Der Palmatogecko: Pachydactlus rangei. - Art für Art Reihe NTV-Verlag, 64 S.

Schenk, S. & S. Wolf (2008): Zur Haltung und Nachzucht des Palmatogeckos,Pachydactylus rangei ANDERSSON,1908. - Terraria (13): 60-65.

 

Eigene Erfahrungen

Im Laufe der vergangenen Jahre stellte ich mir eine Gruppe (1,2) dieses faszinierenden Wüstengeckos zusammen. Da die Tiere keine innerartliche Aggressivität aufweisen, ist eine Haltung in Gruppen, auch mit mehreren Männchen gut möglich. Zudem sind Namib-Wüstengeckos nicht in der Lage, senkrechte Wände nach oben zu klettern, was man sich bei der Gestaltung der Terrarien zunutze machen kann. Für die Haltung haben sich Plastikboxen bewährt, die nach oben hin offen sind. Regelmäßiges, morgendliches Sprühen imitiert dabei den Küstennebel der meernahen Wüstenbereiche. Durch die gute Belüftung trocknet das Wasser schnell wieder ab. Die Boxen werden mit feinkörnigem Sand ausgestattet, der mindestens 5 cm hoch eingebracht werden sollte, damit die Geckos graben und ihre Wohnhöhlen anlegen können. Zudem können Verstecke in Form von Plastik- oder Tontöpfen, Rindenstücken usw. angeboten werden. Eine Schale mit Kalzium komplettiert die recht spartanische Einrichtung. Unter etwa einem Drittel der Plastikbox verläuft ein Heizkabel, das für die notwendigen Tagestemperaturen von 25-28 °C sorgt. Meine Plastikbox hat eine Größe von 100x40x25 cm. Hierdurch haben die Geckos ausreichend Platz und können sich, wenn notwendig, gut aus dem Weg gehen.

Bisher gehen die Geckos gierig ans Futter und leben harmonisch in der Gruppe. Die ersten Gelege wurden im Frühsommer 2026 abgesetzt. Die Doppelgelege werden gerne im Bereich der Wohnhöhlen vergraben oder seltener auch lose auf dem Substrat abgelegt. Die Weibchen sollten vor der Eiablage genau beobachtet werden, denn die Eier scheinen gut sichtbar durch die Bauchdecke hindurch. Kann man den Zeitpunkt der Eiablage exakt feststellen, steigt die Wahrscheinlichkeit, die zerbrechlichen Eier unversehrt zu finden, erheblich. Ich überfuhre die Eier mittels eines Löffels in einen mit Sand gefüllten Deckel einer Plastikflasche und stelle diesen wiederum in eine Plastikdose, die ein Entkommen eines schlüpfenden Geckos verhindert. Die Plastikdose kommt nun in einen am Boden mit Wasser gefüllten Inkubator, der die Eier bei Temperaturen von 27-30 °C tagsüber mit Nachtabsenkung bebrütet. Nach etwa zehn Wochen schlüpfen die kleinen Geckos. Diese überführe ich in eine kleine Plastikbox mit den Maßen 20x10x10 cm, die strukturell vergleichbar eingerichtet ist wie die Box der Adulttiere. Anfangs fressen die Jungtiere vor allem kleine Ofenfischchen und Heimchen.

 

Portrait eines Männchens von Pachydactylus rangei.

 

Weibchen des Namib-Wüstengeckos.

 

Weiteres Weibchen von P. rangei.

 

Etwa eine Woche altes Jungtier des Namib-Wüstengeckos.

 

Portrait eines Jungtieres von P. rangei

 

Mehrere Eigelege von P. rangei im Inkubator mit der im Text beschriebenen Inkubationsmethode.

 

Für P. rangei optimiertes, nach oben hin offenes Becken.

 

Zweckmäßig eingerichtete Box zur Aufzucht junger Palmatogeckos.

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